Unsere Kirche
Jahreskrippe

Jahreskrippe in der Pfarrkirche Verklärung Christi

Es ist eine alte Tradition in Kirchen, Woche für Woche eine biblische Erzählung mit Krippenfiguren zu gestalten und vor allem Kinder erfreuen sich an den immer neuen Darstellungen.

Auch in Verklärung Christi gab es in der Weihnachtszeit eine Krippendarstellung, die immer vom Mesner aufgebaut wurde.

Beim Adventsbazar übrig gebliebene Krippenfiguren brachten Theresia Atzenbeck im Jahr 2000 dann auf die Idee, damit auch weitere biblische Bilder im Kirchenjahr zu gestalten und so machte sie sich, zusammen mit ihrem Mann Hans und ermuntert von dem damaligen Pfarrer Karl Rottach mit viel Freude, großem handwerklichem Geschick, engagiertem Arbeitseinsatz, großer Liebe zum Detail und vor allem auch mit umfangreichem Bibelwissen an die Arbeit! Viele biblische Bilder sind so bis 2015 entstanden Zum Beispiel auch diese Darstellung des letzten Abendmahls (das Geschirr auf dem Tisch wurde eigens für diese Szene von Eva Zimmermann, Töpferkreis, getöpfert)!



Der Jungfrau Maria wird die frohe Botschaft über die Empfängnis und die Geburt des Gottessohnes durch den Engel Gabriel verkündet.




Diese Szene ist zu Beginn der Adventszeit
in der Jahreskrippe der Kirche
Verklärung Christi dargestellt, obwohl das
Fest „Mariä Verkündigung“ am 25. März,
also 9 Monate vor Weihnachten, gefeiert wird.



Unterwegs nach Betlehem

Der Kaiser erlässt einen Befehl, lässt Steuern eintreiben und Maria und Josef müssen reisen. Sie müssen Schwierigkeiten und Strapazen auf sich nehmen - vor allem Maria, die ihr Kind erwartet. Hätte Gott das nicht besser, einfacher gestalten können? Von Maria wird großes Vertrauen Gott gegenüber gefordert.

Josef geht mit Maria nach Betlehem, weil er der Familie Davids angehört und diese Familie dort ihren gemeinsamen Erbbesitz hat. Diesen galt es gemeinsam zu versteuern.

Wahrscheinlich war viel Hass, ohnmächtiger Zorn und Resignation in Betlehem. In Israel galt ja die Überzeugung, dass das Land von Gott gegeben ist und niemand es nehmen oder abgeben dürfe.

Eroberten die Römer jedoch ein Land, dann gingen sie von dem Rechtsgrundsatz aus, dass aller Grundbesitz des besetzten Landes römischer Besitz ist, den man den Ein­hei­mischen zwar wieder überlasse, aber selbstver­ständlich gegen einen Zins.

So ist der äußere Rahmen der Weihnachts­geschichte alles andere als ein Idylle.
M. Sigrid Ritzer

 

Herbergssuche

Das Abgewiesenwerden an den Türen, wie es in vielen Advents­liedern besungen wird, steht nicht in der Hl. Schrift. Es entspricht auch nicht der orientalischen Gastfreund­schaft. In der Bibel heißt es nur:
„In der Herberge war kein Platz für sie“.
Das harte Los aber, abgewiesen zu werden, kein Obdach zu finden, auf verschlossene Türen und Herzen zu treffen, ob in der Fremde oder in nächster Nähe, entspricht auch heute noch der menschlichen Erfah­rung.
So stellt diese Darstellung an uns Betrachter die Frage:
Sind wir bereit, dem zu öffnen, der auf vielfältige Weise bei uns anklopft.
 M. Sigrid Ritzer



Gottes Hand hat den Weisen den Weg
zum Kind in der Krippe gewiesen,
indem ein hell leuchtender Stern
vor ihnen herzog.
Was waren das für Menschen, die wir
Kaspar, Balthasar und Melchior nennen,
die eine solch große Reise
auf sich nahmen? (Hans Orths)

 

 

 

Die Flucht nach Ägypten

 

Josef erschien im Traum ein Engel des Herrn und sagte:

Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten.

 

Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten.
                                                                                                                     vgl. Mt 2,13 - 14

 

Josef erhielt im Traum den Auftrag

aufzu­stehen, nach Ägypten zu fliehen und dort zu bleiben bis er eine neue Weisung von Gott erhält. Das heißt warten, vertrauen, nicht selber planen.
Josef hört! Er zögert nicht, er zweifelt nicht, er tut wörtlich das, was ihm im Traum geboten wurde. Im ganzen Kind­heits­evangelium des Matthäus ist kein einziges Wort Josefs überliefert. Aber er hört Gottes Weisung und befolgt sie.
Die Flucht nach Ägypten ist für viele Menschen wichtig, weil sie das Schicksal der Flucht selbst erleiden mussten oder müssen.

M. Sigrid Ritzer

 

 

Die Hochzeit in Kana

Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser. Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war.

Johannes 2, 6-9


Diese Stelle in der Bibel zeigt, wie sehr der menschenfreundliche Gott die Menschen in allen Situationen des Lebens versteht und annimmt.



Marta und Maria

Jesus sagte: „Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden.“           

Lukas-Evangelium 10, 41-42

Kommentar von Thomas Söding

… Dass Maria den besseren Teil erwählt hat, heißt nicht, dass Marta eine schlechte Wahl getroffen hätte. Aber es heißt, dass Frauen von Jesus nicht auf die Sorge ums Alltägliche festgelegt, sondern als Hörerinnen des Wortes und wache Jüngerin­nen geschätzt werden.

Jüngling von Nain

 Die Auferweckung eines jungen Mannes in Nain

Als Jesus in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte: „Weine nicht!“ Dann ging er zu der Bahre hin und fasste sie an. Die Träger blieben stehen, und er sagte: „Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf!“ Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen. 
                           Lukas 7, 12-15

 


Jesus im Haus des Zöllners Zachäus

Dann kam Jesus nach Jericho und wollte hindurch­ ziehen. Da war ein Mann namens Zachäus, Oberzöllner und reich. Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Men­schenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maul­beerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste.
Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus komm schnell herun­ter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.
Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf. Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder einge­kehrt.   Lukas 19, 1 - 7


Das Beispiel vom barmherzigen Samariter

 „Was meinst du: Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde?“ Der Gesetzeslehrer antwortete: „Der, der barm­herzig an ihm gehandelt hat“. Da sagte Jesus zu ihm: „Dann geh und handle genauso!“

Lukas-Evangelium 10, 36-37 

Kommentar von Sr. Damiana Thönnes

   Mit diesem Gleichnis vom Barmherzigen Samariter fordert uns Jesus zur Gottes- und zur Nächstenliebe auf. Gottesliebe und Nächstenliebe sind für Jesus untrennbar -  wie die beiden Seiten einer Medaille.

 

Palmsonntag

 

Wir kennen sie auch heute noch, Paraden zu festlichen Anlässen, Triumphfahrten der Olympiasieger oder der Fußballmannschaft durch die Stadt unter begeisterten Zurufen. Wie die Menschen damals Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem ehrten, das ist uns gar nicht so fremd, das ähnelt unserer Begeisterung und unseren Formen, jemandem Liebe und Verehrung zu zeigen. Es ist uns aber auch nicht so fremd, dass die Begeisterung kippen kann, dass der eben Hochverehrte statt den Jubelrufen Pfiffe zu hören bekommt, dass auf das „Hosianna“ das „Kreuzige ihn!“ folgt.

 

Aus:Laacher Messbuch 2011

 

 

Die Stunde der Gemein­schaft wird zur Stunde des Ab­schieds. Gegessen und ge­trun­ken wird auch. Fest­mahl der besonderen Art, auf Zukunft angelegt - bis heute.

Mahl der Erin­nerung.

Ein Stück Brot, ein Schluck Wein. Alltägliche Dinge, die Gottes Gegenwart anzeigen. Gott zeigt sich in solchen Kleinig­keiten. Nicht in Blitz und Donner, sondern in einem Stück Brot und einem Schluck Wein.

Michael Tillmann


Das Pfingstereignis
Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort.
Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.
Und es erschienen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
Apostelgeschichte 2, 1 - 4



Kurz vor der Speisung der Fünftausend erzählt der Evan­gelist Matthäus, dass die Schriftgelehrten und Pharisäer von Jesus ein Wunder erbaten: Ein Zeichen, dass er wirk­lich der Messias sei; ein Zeichen, das sie überzeugen würde - ein Zeichen, das Jesus jedoch verweigerte. Wunder geschehen nicht unbedingt dann, wenn wir Menschen es wollen; und sie geschehen oft nicht so, wie wir sie uns wünschen…

Aber dann, nur kurze Zeit später das Zeichen der wunder­baren Brotvermehrung - völlig unerwartet und sogar ohne dass eine Notlage für dieses Wunder gegeben war. Natürlich hätten Jesus und die Jünger die Leute auch wegschicken können, damit sie sich etwas zu essen kaufen.

Doch plötzlich kommt alles ganz anders: "Gebt ihr ihnen zu essen!", sagte Jesus. Was die Jünger geben können? Fünf Brote und zwei Fische, viel zu wenig für so viele. Aber die Jünger bringen was sie haben, Jesus spricht den Lobpreis, bricht die Brote und gibt sie zum Verteilen an die Jünger. Und das Wunder geschieht: Alle werden satt und es bleiben noch zwölf Körbe voll übrig ....

Da ist es, das Wunder - das Zeichen, das sich die Pharisäer und Schriftgelehrten gewünscht hatten und nach dem sich viele Menschen bis heute sehnen.

Doch es geschieht zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort, unerwartet.

Die Jünger und die Fünftausend erfahren:

Bei Jesus gibt es was sie zum Leben brauchen, genug für alle. 

Martin Günter


Zum Jahresende 2015 hat das Ehepaar Atzenbeck diese Aufgabe abgegeben und uns bleibt es, „Vergelt’s Gott“ zu sagen für die vielen, mit Liebe gestalteten Evangelienbilder, die kleine und große Betrachter erfreut haben.

Ein „Geschenk“ hat uns Theresia Atzenbeck zum Abschied noch gemacht: Sie hat mit Werner Zöpf einen Nachfolger gefunden und so dafür gesorgt, dass die Jahreskrippe weiterhin in guten Händen ist! Mit bisher 3 verschiedenen Darstellungen hat Werner Zöpf gezeigt, dass er mit viel Begeisterung, handwerklichem Geschick und Ideen ein guter Nachfolger ist!

Wir wünschen ihm viel Freude an dieser Aufgabe und freuen uns auf viele weitere biblische Bilder!


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